Eine Song-Show aufbauen: von Intro bis Drop
Eine gute Song-Show erzählt den Song nach: Sie fängt klein an, wird im Refrain groß, atmet in der Mitte durch und spart den hellsten Moment für den Schluss auf. Droplit baut diesen Bogen selbst. Wenn du ihn kennst, korrigierst du gezielter.
Große Wechsel gehören auf die Eins
Musik ist in Phrasen gebaut, meist 4, 8 oder 16 Takte. Große Look-Wechsel gehören auf den Anfang einer Phrase oder eines neuen Songteils. Innerhalb der Phrase laufen nur Effekte im Beat. Ein Wechsel mitten in der Phrase wirkt holprig.
Teil für Teil
Die Prozentwerte sind Startwerte für die Helligkeit. Prüf sie an deinem Rig.
- Intro: wenig Licht, eine Farbfamilie, Köpfe stehen oder fahren langsam. Kein Strobe. Geräte kommen nach und nach dazu.
- Strophe: um 40 %, ein bis zwei Farben. Der Look hält die ganze Phrase.
- Anlauf: Helligkeit steigt, die Bewegung wird etwas schneller, die Farben werden weniger.
- Refrain: 70 bis 80 %, sattere Farben, alle Geräte dürfen mitspielen. Jede Wiederholung wird eine Stufe größer.
- Zwischenteil: stark zurück, eine Farbe, kaum Bewegung, kein Strobe. Das ist die Atempause vor dem Schluss.
- Letzter Refrain: der größte Moment, bis 100 %.
- Ende: ruhig wie das Intro, damit der nächste Song sauber beginnen kann.
Gleiche Songteile dürfen gleich aussehen. Das Publikum erkennt den Refrain wieder, das gehört zur Show.
Build-up und Drop
In Club-Musik ersetzt die Folge Breakdown, Build-up, Drop oft Strophe und Refrain. Baue Spannung über Helligkeit, Dichte und enger werdende Bewegung auf. Sehr schnelles Blitzen ist dafür nicht nötig.
Direkt vor dem Drop kommt ein kurzer Moment Dunkelheit: Köpfe und Strobe aus, ein gedimmtes Grundlicht bleibt an. Auf der Eins folgen Kontrastfarbe oder Weiß, ein bis zwei harte Treffer und dann die Effekte im Beat. Im Breakdown wird es wieder dunkel und ruhig.
Was innerhalb eines Teils passiert
Licht wirkt stark, wenn es einzelnen Instrumenten folgt:
- Kick: weicher Puls auf Washes und Uplights.
- Snare und Clap: kurze Akzente, gerne auf kleinen Geräten oder Tubes.
- Hi-Hats: schnelle kleine Läufe, nur in lauten Teilen.
- Gesang: ruhige Looks mit wenig Flackern.
- Einzelne harte Schläge: ein einzelner Blitz. Bei einem Stopp der Band wird es dunkel.
Das Tempo der Effekte folgt der Energie: Ruhige Teile wechseln alle zwei Schläge oder jeden Takt, Strophen auf Viertel, Refrains auf Viertel oder Achtel.
Wenn etwas nicht klappt
- Wechsel und Blitze liegen neben dem Beat: Meist stimmt das Beatgrid nicht ganz. Korrigiere es in SoundSwitch, speichere und öffne den Song neu.
So geht's
- Öffne den Song und tippe eine Stimmung an. Sie baut den ganzen Bogen.
- Prüf die Teil-Karten. Stimmt etwas nicht, korrigierst du es ganz unten beim Teil unter „Stimmt die Einteilung?“.
- Tippe einen Refrain an und lass „Alle Refrain-Teile gleich“ an. Unter „Wie kräftig?“ stellst du Energie und Bewegung nur dafür ein.
- Wähle für den Zwischenteil eine ruhigere Stimmung oder „Ruhiger: …“ und nimm unter „Welche Lichter machen mit?“ Gruppen heraus.
- Wähle unter „Besondere Momente“ „Kräftig“ oder „Dezent“, siehe Besondere Momente.
- Halte gelungene Teile mit „Festhalten“ fest und speichere mit „In SoundSwitch speichern“. Mehr dazu in Songteile anpassen.
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