Farben, die zusammenpassen
Gute Shows kommen mit wenigen Farben aus. Zwei Hauptfarben und Weiß als Akzent reichen für die meisten Songteile. Wichtig ist, welche zwei du nimmst und wo sie landen.
Drei Farbrezepte
- Eine Farbe: Alles in einem Farbton. Das wirkt oft am stärksten, gerade in ruhigen Teilen.
- Nachbarn: Farben, die im Farbkreis nebeneinanderliegen, zum Beispiel Rot, Orange und Gold oder Blau und Türkis. Sie harmonieren, das Bild bleibt ruhig.
- Gegenfarben: Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, zum Beispiel Orange und Blau oder Grün und Magenta. Sie heißen auch Komplementärfarben. Sie bringen Spannung und passen zu Refrains und Drops.
Weiß setzt du am besten kurz ein, als Akzent im großen Moment.
Gegenfarben nicht auf dieselbe Fläche legen
Zwei Gegenfarben auf derselben Wand mischen sich Richtung Weiß, die Farbe ist dann weg. Trenne sie im Raum: links die eine, rechts die andere, oder die Uplights in der einen und die Tubes in der anderen. Für einen Drop können beide Seiten die Farbe tauschen oder zu einer Farbe zusammenfahren.
In Tubes und LED-Bars wirkt eine klare Farbe vor einem Hintergrund in der Kontrastfarbe stärker als ein Regenbogen. Auch ein Verlauf über zwei oder drei Farben sieht dort gut aus. Viele Farben im Zufall wirken dagegen schnell billig.
Welche Farben passen zum Song?
Die Faustregel: Schnelle, fröhliche Musik verträgt helle, satte, warme Farben. Langsame, traurige Musik passt zu dunkleren, weicheren und blaueren Tönen. Satte Farben und Rot machen wach, Blau und Grün beruhigen eher.
Das sind übliche Farben je Musikrichtung. Es sind Erfahrungswerte, keine Gesetze:
- Ballade: Warmweiß, Amber, Rosé, bei traurigen Songs tiefes Blau.
- Disco und Klassiker: warm und bunt, Gold, Pink.
- Schlager: Gelb, Orange, Pink, dazu viel Helligkeit. Die Gäste wollen sich beim Mitsingen sehen.
- Latin: Rot, Orange, Magenta, Gold.
- Rock: Rot, Amber, Weiß, in ruhigen Teilen kaltes Blau.
- Trance: Blau, Cyan, Violett, Weiß.
- Techno: eine Farbe, meist kaltes Weiß oder Rot, dazu viel Dunkelheit.
Farben über den Song verteilen
Ein bewährter Aufbau: Strophen in einer Farbe, Refrains in einer zweiten, der Höhepunkt in einer dritten. Der nächste Song bekommt eine andere Grundfarbe, dann spüren die Gäste den Wechsel.
Farbe gehört an Wände und in die Luft. Auf Gesichtern wirken Grün, tiefes Blau und Magenta unvorteilhaft. Mehr dazu in Licht für den ersten Tanz.
So geht's
- Tippe im Studio unter „Farben“ eine Farbwelt an. „Orange ↔ Azur“ und „Grün ↔ Magenta“ bauen auf Gegenfarben auf.
- Für die Farben des Paares tippe die Punkte unter „Eigene Farben:“ an oder nimm „Aus Foto“, siehe Farben aus einem Foto übernehmen. Die ersten drei Farben nutzen die Stimmungen am meisten.
- Zu kalt oder zu warm? Tippe unter „Lieber etwas …“ auf „Wärmer“ oder „Kühler“.
- Für eine neue Farbe ab dem Refrain öffne die Effekt-Spuren, setz den Abspielpunkt und tippe auf der Karte „Master · ganze Show“ unter „Farbwelt ab Abspielposition“ eine Farbwelt an, siehe Master-Spur und Farbwelt-Wechsel.
- Gegenfarben auf einer Gruppe baust du in den Effekt-Spuren mit „Komplementär-Paar“ oder „Farb-Split“, Verläufe mit „Verlauf“ oder „Fließender Verlauf“, siehe Basis-Effekte.
Häufige Fragen
Meist laufen zu viele Farben gleichzeitig oder im Zufall. Nimm zwei Hauptfarben und ändere sie erst am nächsten Songteil.
Köpfe mit Farbrad zeigen nur die Farben ihres Rads. Ein Farbrad wechselst du am besten, solange der Kopf dunkel ist.
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